Eine wahre Farbexplosion (WB 05/2016)

  

 

Axel Plöger Hans-Werner  Büscher

Axel Plöger und Galeristin Maria Bernard in der Ausstellung »Garben«. (© Foto: Hans-Werner Büscher)

»Eine wahre Farbexplosion!«
Axel Plöger stellt »Garben« in der Projektartgalerie aus Bielefeld(vw).

»Ein Bild ist fürmich wie eine Reise«, so erklärt der Maler und Künstler Axel Plöger den Schaffungsprozess seiner Gemälde. Zu sehen sind diese in seiner neuen Ausstellung mit demTitel »Garben«, die vom 19. Mai biszum 8. Juli in der Projektartgalerie gezeigt wird.Die knapp 30 Bilder wirkenenergetisch und farbintensiv«,wie Galeristin Maria Bernard sagt.Tatsächlich muss man zweimal hinschauen, um die Werke richtig auf sich wirken zu lassen; jedes Bild hat bis zu fünf verschiedene Farbschichten. Die Ölfarbe wirkt dadurch auf den Leinwänden »be-onders lebendig«, wie Bernardweiter erklärt. Bei den Werken Plögers handeltes sich um eine keine klassischeMalerei. Er betreibt »Action- Painting«: »Wenn ich mit dem Malenbeginne, habe ich kein Ziel vor Augen, wie das Bild am Ende aussehen soll. Ich male einfach so lange,bis ich das Gefühl habe, dass es beendet ist..« Dieser Vorgang erstreckt sich bei jedem Bild auf mehrere Wochen oder sogar Monate. »Ich würde niemals ein Bild an einem Tag fertig stellen«, meint der Künstler.Seine Werke zeigen abstrakte Muster und Farbkontraste, die trotz ihrer auffallenden Farbkombinationen niemals unruhig wirken, wie Bernard erläutert. Das seieiner der Gründe gewesen, ausdem sie den Künstler in ihre Galerie geholt habe. Aber auch, da Plöger in diesem Sommer noch zweibesondere Jubiläen bevor stehen. Vor 30 Jahren eröffnete er seine erste Ausstellung, noch bevor ersein Studium im Fach Freie Kunst an der Universität Kassel begann. »Außerdem haben wir das Datumpassend zu seinem 50. Geburtstaggewählt«, erzählt die Galeristinweiter. Plöger hielt und beteiligte sich mittlerweile an diversen Ausstellungen und gewann sogar einige Preise. Seit 2012 ist er Dozent für Malerei an der Sommerakademie Schieder-Schwalenberg. Bei seinenWerken legt er besonderen Wertauf die  Wirkung des Bildes auf denBetrachter. »Ich möchte, dass mansich in den Bildern verliert und das Bild auf den Menschen zukommt«, erzählt er. Wer sich davon selbst ein Bildmachen möchte, kann dies bei derVernissage am Donnerstag, 19. Mai um 19 Uhr in der Projektartgalerie, Von-der-Recke-Straße 6.
 
VON VW WB Westfalenblatt 17.05.2016